Semperit trotz schwierigem Marktumfeld mit Rekordergebnis in den ersten drei Quartalen 2021

17.11.2021 (Presseinformation)

  • Umsatz auf Konzernebene steigt in Q1-3 2021 um 40,9% auf 962,1 Mio. EUR
  • Erneut deutliches Umsatzwachstum um 11,0% auf 409,4 Mio. EUR im Sektor Industrie sowie im Sektor Medizin um 79,3% auf 516,7 Mio. EUR
  • EBITDA von 118,5 Mio. EUR auf 324,3 Mio. EUR fast verdreifacht; EBITDA-Marge von 35% beinahe verdoppelt (Q1-3 2020: 18%)
  • EBIT auf 290,0 Mio. EUR erneut deutlich verbessert (Q1-3 2020: 159,5 Mio. EUR) sowie gegenüber dem bereinigten EBIT Q1-3 2020 (92,6 Mio. EUR) mehr als verdreifacht; EBIT-Marge auf 31,3% (Q1-3 2020: 24,3%, bereinigt 14,1%)
  • Bereinigter Free Cashflow auf 208,3 Mio. EUR mehr als verdoppelt (Q1-3 2020: 98,8 Mio. EUR)

Wien/Österreich, 17. November 2021 – Die börsennotierte Semperit-Gruppe konnte trotz des gegebenen global schwierigen Marktumfelds bis zum 30. September 2021 neuerlich ausgezeichnete Ergebnisse erzielen: „Dem bisherigen Trend in diesem Jahr folgend, können wir für die ersten neun Monate bei Umsatz und Ertrag hervorragende Werte ausweisen und steuern weiterhin auf ein absolutes Rekordergebnis für das Gesamtjahr 2021 zu. Trotz der Risikofaktoren, die wir seit Monaten im Blick haben und die mittlerweile sukzessive schlagend werden, wird das EBITDA nur leicht unter dem genannten Wert von 395 Mio. EUR zu liegen kommen“, sagt Petra Preining, CFO der Semperit-Gruppe.

COO Kristian Brok: „Erfreulicherweise sehen wir gerade in unserem Fokus-Sektor Industrie eine starke Erholung des Orderbuchs und pendeln uns hier zusehends über dem Vorkrisen-Niveau von 2019 ein. Hingegen haben die pandemiebedingten Sondereffekte bei den Handschuhpreisen im Medizingeschäft das Plateau eindeutig überschritten und wir sind seit dem zweiten Quartal zusehends mit sinkenden Durchschnittspreisen konfrontiert. In Summe ist die anhaltend starke Performance von Semperit im Umfeld der weltweit in allen Branchen zu beobachtenden Lieferkettenprobleme und logistischen Herausforderungen umso stärker zu würdigen.“ 

Neuerlich hoher Umsatzanstieg in beiden Sektoren

Mit einer fortlaufend hohen Umsatzsteigerung um 40,9% auf 962,1 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres konnte sich die Semperit-Gruppe dem zunehmend schwierigen Marktumfeld erfolgreich widersetzen. Das Umsatzwachstum von 11,0% auf 409,4 Mio. EUR im Sektor Industrie war dabei insbesondere von höheren Absatzmengen in Semperflex und Semperseal getrieben; dies konnte den Rückgang der Absatzmengen im Segment Sempertrans deutlich über-kompensieren. Semperflex konnte globale Marktanteilsgewinne bei Hydraulik- und Industrieschläuchen erzielen, während der höhere Absatz bei Semperseal vor allem auf die konjunkturelle Erholung der europäischen Märkte zurückzuführen war. 

Hingegen waren die Produktions- und Absatzmengen im Sektor Medizin auf Grund der regulatorischen Beschränkungen durch die Enhanced Movement Control Order (EMCO) in Malaysia im Juli sowie die beschränkte Verfügbarkeit von Containern rückläufig. Durch signifikant höhere Verkaufs-preise im Zuge der anhaltenden Corona-Pandemie und der daraus resultierenden erhöhten Nachfrage konnte der Umsatz im Sektor Medizin dennoch um 79,3% auf 516,7 Mio. EUR gesteigert werden.

Anstieg des operativen Ergebnisses trotz steigender Inflation

Der anhaltend hohe Umsatzanstieg in beiden Sektoren führte auch zu einer deutlichen Verbesserung im operativen Ergebnis – und dies trotz exponentieller Preissteigerungen bei Rohstoffen und Logistik. Das Konzern-EBITDA konnte von 118,5 Mio. EUR auf 324,3 Mio. EUR fast verdreifacht werden, wo-bei sich die EBITDA-Marge gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres (Q1-3 2020: 18%) auf 35% fast verdoppelte. Auch das Konzern-EBIT von 290,0 Mio. EUR konnte gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (Q1-3 2020: 159,5 Mio. EUR) deutlich verbessert werden. Gegenüber dem bereinigten EBIT für Q1-3 des Vorjahres hat sich das EBIT mehr als verdreifacht (EBIT Q1-3 2020: 92,6 Mio. EUR). Die EBIT-Marge konnte deutlich auf 31,3% (Q1-3 2020: 24,3%, bereinigt 14,1%) gesteigert werden. 

Die zahlungswirksamen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen im Berichtszeitraum mit 31,2 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau von 17,4 Mio. EUR. In Zukunft wird sich Semperit zunehmend auf wachstumsorientierte Investitionen konzentrieren.

Der um die USD-Festgelder bereinigte Free Cashflow hat sich in Q1-3 2021 auf 208,3 Mio. EUR (Q1-3 2020:
98,8 Mio. EUR) mehr als verdoppelt, womit die Semperit-Gruppe auch in einem zunehmend schwierigen Marktumfeld glänzend finanziell aufgestellt ist und sich einen soliden Polster für Wachstumsoptionen geschaffen hat.

Ausblick

Auf Basis aktueller Zahlen geht der Vorstand der Semperit AG Holding weiter davon aus, dass das EBITDA der Gruppe für das Gesamtjahr 2021 signifikant über dem EBITDA des Geschäftsjahrs 2020 liegen wird. Vor dem Hintergrund der bereits im ersten Quartal kommunizierten Risikofaktoren, die im Jahresverlauf sukzessive schlagend geworden sind und weiter bestehen, wird jedoch mit einer Abweichung im einstelligen Prozentbereich unter den im März prognostizierten Wert von rund 395 Mio. EUR gerechnet.

Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr war und ist insbesondere von der Verfügbarkeit erforderlicher Rohstoffe sowie von deren Preisen, den Verkaufspreisen für medizinische Schutzhandschuhe bis Jahresende sowie einer hinreichenden Containerverfügbarkeit zur Auslieferung der Erzeugnisse der Semperit-Gruppe abhängig. Darüber hinaus sind die Rohstoff- und Containerpreisentwicklung wesentliche Einflussfaktoren auf das Ergebnis des Unternehmens. Hinzu kommt die schwierige Kalkulierbarkeit der Effekte im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie bzw. der Durchimpfungsrate – insbesondere aufgrund der regional stark abweichenden Tendenzen und deren Einfluss auf die internationalen Produktionsstandorte. 

Die anhaltenden Effekte der Corona-Pandemie schlagen sich beim Preis von Medizinprodukten nach wie vor positiv nieder, wobei die Tendenz fallend ist. Zudem hatte die Corona-bedingte Produktionseinschränkung in Malaysien im Sommer 2021 eine ungeplant negative Wirkung auf das Ergebnis. 

Für das Gesamtjahr 2021 wird weiter mit einer erkennbaren Erholung der Märkte des Sektors Industrie gerechnet, wobei sich diese je nach ihrer Zyklizität unterschiedlich entwickeln. 

Für Rückfragen:

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Über Semperit
Die börsennotierte Semperit AG Holding ist eine international ausgerichtete Unternehmensgruppe, die in den Sektoren Industrie und Medizin hochspezialisierte Produkte aus Kautschuk entwickelt, produziert und in über 100 Länder weltweit vertreibt: Hydraulik- und Industrieschläuche, Fördergurte, Rolltreppen-Handläufe, Bauprofile, Seilbahnringe, Produkte für den Eisenbahnoberbau und Untersuchungs- und Operationshandschuhe. Die Zentrale des österreichischen Traditionsunternehmens, das seit 1824 besteht, befindet sich in Wien. Die Semperit-Gruppe beschäftigt weltweit rund 7.000 Mitarbeiter, davon rund 3.800 in Asien und rund 900 in Österreich (Wien und Produktionsstandort Wimpassing, Niederösterreich). Zur Gruppe gehören weltweit 15 Produktionsstandorte sowie zahlreiche Vertriebsniederlassungen in Europa, Asien, Australien und Amerika. Im Geschäftsjahr 2020 erzielte der Konzern einen Umsatz von 927,6 Mio. EUR sowie ein EBITDA von 208,6 Mio. EUR.


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