Semperit startet mit bestem Quartalsergebnis seit dem Jahrtausendwechsel in das Geschäftsjahr 2021

19.05.2021 (Presseinformation)

  • Deutlicher Anstieg des Konzernumsatzes um 62,3% auf
    323,1 Mio. EUR im ersten Quartal 2021 gegenüber dem ersten Quartal 2020
  • Sehr hohes Umsatzwachstum im Sektor Medizin (+148,9%); auch Sektor Industrie zeigt mit +7,0% Umsatzzuwachs Erholung
  • EBITDA von 16,9 Mio. EUR auf 122,2 Mio. EUR mehr als versiebenfacht, EBITDA-Marge auf 37,8% (Q1 2020: 8,5%) verbessert
  • EBIT auf 110,8 Mio. EUR mehr als verelffacht, EBIT-Marge mit 34,3% beinahe versiebenfacht
  • Anstieg des Free Cashflows um 66,7% auf 38,8 Mio. EUR

Wien/Österreich, 19. Mai 2021 – Die börsennotierte Semperit-Gruppe konnte trotz anhaltender Einschränkungen durch die Corona-Pandemie einen äußerst erfolgreichen Start in das Geschäftsjahr 2021 erzielen: „Ungeachtet der pandemiebedingten Beeinträchtigungen wie einer anspruchsvollen Lieferketten-Situation sowie der zunehmend steigenden Rohstoffpreise und Transportkosten haben wir im ersten Quartal 2021 das beste Quartalsergebnis seit dem Jahrtausendwechsel erwirtschaftet“, sagt Dr. Martin Füllenbach, CEO der Semperit AG Holding. „Wir konnten alle relevanten Kennzahlen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres vervielfachen. Wenngleich das boomende Medizingeschäft neuerlich einen erheblichen Beitrag geleistet hat, konnte sich auch der Industriesektor in Summe klar erholen. Das ist das Ergebnis unserer erfolgreichen Restrukturierung.“


Rekordwerte dank Wachstum im Sektor Medizin und Erholung des Sektors Industrie

Der im ersten Quartal 2021 erzielte Umsatzanstieg von 62,3% auf 323,1 Mio. EUR markiert den bisher besten Jahresauftakt in der Geschichte des Semperit-Konzerns – jedenfalls seit der Jahrtausendwende. Das Umsatzplus von 148,9% im Sektor Medizin wurde dabei maßgeblich von der fortlaufend hohen Nachfrage für medizinische Schutzhandschuhe getragen, wobei die durch die beschränkte Verfügbarkeit von Containern beeinträchtigen Absatzmengen durch signifikant höhere Verkaufspreise mehr als kompensiert wurden. Gleichzeitig wurde im Sektor Industrie eine Erholung eingeleitet, die durch einen Umsatzanstieg von 7,0% sichtbar wurde. Dieser war vor allem auf höhere Absatzmengen in den Segmenten Semperflex und Semperseal zurückzuführen.

Der sehr hohe Umsatzanstieg übersetzte sich in eine Versiebenfachung des Konzern-EBITDAs auf 122,2 Mio. EUR, wobei sich auch die EBITDA-Marge von 8,5% im Vergleichszeitraum des Vorjahres Vorjahr auf 37,8% erheblich verbesserte. Ähnlich stieg auch das Konzern-EBIT von 9,8 Mio. EUR in der Vorjahresperiode auf 110,8 Mio. EUR. Die EBIT-Marge hat sich mit 34,3% ebenfalls fast versiebenfacht. 

Die zahlungswirksamen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen im ersten Quartal 2021 mit 10,2 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau von 6,8 Mio. EUR. Die Schwerpunkte bildeten weiterhin überwiegend kapazitätserhaltende Investitionen.

Nach der entsprechenden Beschlussfassung in der Hauptversammlung am 27. April 2021 wurde eine Dividende von 1,50 EUR pro Aktie ausgezahlt, die zugleich ein positives Signal in Richtung des künftig zu erwartenden Geschäftsverlaufs setzt. Nach Rückzahlung der noch ausstehenden 

30 Mio. EUR-Tranche des Hybridkapitals Ende März ist die Semperit-Gruppe finanziell glänzend aufgestellt: mit einer minimalen Nettoverschuldung und einer Eigenkapitalquote von 45,8%.  


Ausblick und strategischer Fokus für 2021

Auf Basis aktueller Zahlen geht der Vorstand der Semperit AG Holding weiter davon aus, dass das EBITDA der Gruppe für das Gesamtjahr 2021 bei rund 395 Mio. EUR und damit signifikant über dem EBITDA des Geschäftsjahrs 2020 liegen wird. Diese Ergebnisprognose ist insbesondere von der rechtzeitigen Verfügbarkeit erforderlicher Rohstoffe sowie deren Preisentwicklung, den Verkaufspreisen für medizinische Schutzhandschuhe im Jahresverlauf sowie einer hinreichenden Containerverfügbarkeit zur Auslieferung der Erzeugnisse der Semperit-Gruppe abhängig.  

Der Sektor Industrie wurde von der bereits gegen Ende 2019 einsetzenden globalen Rezession, deren Effekte sich im Geschäftsjahr 2020 aufgrund der Corona-Krise verschärft haben, getroffen. Gegen Ende 2020 waren jedoch bereits wieder erste positive Zeichen wahrzunehmen. Für 2021 wird mit einer erkennbaren Erholung der Märkte des Sektors Industrie gerechnet. 

Die anhaltenden Effekte der Corona-Pandemie schlagen sich beim Preis von Medizinprodukten nach wie vor positiv nieder. Wir gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Preisentwicklung zu Ende des ersten Quartals erreicht wurde und das Preisniveau im Verlauf des Jahres langsam abnehmen wird. Selbst wenn in absehbarer Zeit die Impfkampagnen breitenwirksam umgesetzt werden, wird sich eine deutlich positive Preisabweichung im Vergleich zum Pre-Corona-Niveau bis weit in das Jahr 2021 hinein fortsetzen. Diese Entwicklung wurde auch bei der Abschätzung des erwarteten EBITDA bereits mitberücksichtigt.

Die strategische Neuorientierung der Semperit-Gruppe mit Fokus auf den Industriesektor wird weiter vorangetrieben. Die starke Liquiditätssituation sorgt dafür, dass das Unternehmen auch für mögliche M&A-Transaktionen gut aufgestellt ist. Auch an einer nachhaltigeren Ausrichtung des Konzerns anhand der ESG-Kriterien wird derzeit gearbeitet.


Für Rückfragen:

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Über Semperit

Die börsennotierte Semperit AG Holding ist eine international ausgerichtete Unternehmensgruppe, die in den Sektoren Industrie und Medizin hochspezialisierte Produkte aus Kautschuk entwickelt, produziert und in über 100 Länder weltweit vertreibt: Hydraulik- und Industrieschläuche, Fördergurte, Rolltreppen-Handläufe, Bauprofile, Seilbahnringe, Produkte für den Eisenbahnoberbau und Untersuchungs- und Operationshandschuhe. Die Zentrale des österreichischen Traditionsunternehmens, das seit 1824 besteht, befindet sich in Wien. Die Semperit Gruppe beschäftigt weltweit rund 7.000 Mitarbeiter, davon rund 3.800 in Asien und rund 900 in Österreich (Wien und Produktionsstandort Wimpassing, Niederösterreich). Zur Gruppe gehören weltweit 14 Produktionsstandorte sowie zahlreiche Vertriebsniederlassungen in Europa, Asien, Australien und Amerika. Im Geschäftsjahr 2020 erzielte der Konzern einen Umsatz von 927,6 Mio. EUR sowie ein EBITDA von 208,6 Mio. EUR.


Kontaktperson

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Director Group Brand Management, Corporate Spokesperson
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