AKTUELLE PRESSEINFORMATION

Wien, am 1. Juni 2006

PRESSEINFORMATION NR. 3/2006

117. HAUPTVERSAMMLUNG BESCHLIESST HÖHERE DIVIDENDE
SEMPERIT IM 1. QUARTAL 2006 WEITER AUF WACHSTUMSKURS

1. GESCHÄFTSJAHR 2005

WEITERE ERHÖHUNG DER DIVIDENDE
Der guten Ertragslage im vergangenen Geschäftsjahr entsprechend hat die heute abgehaltene Hauptversammlung der börsenotierten Semperit AG Holding über Antrag des Vorstandes die Erhöhung der Dividende  von 70 Cent auf 77 Cent je Aktie beschlossen. Dies entspricht einer Ausschüttung von 74 % auf das eingezahlte Grundkapital.

Unternehmenskennzahlen 
 

2004 2005
Umsatz in Mio. € 477,4 515,0
EBIT in Mio. € 48,2 52,0
EGT in Mio. € 52,0 53,6
Umsatzrentabilität in % 10,9 10,4
Gesamtkapitalrentabilität in % 14,6 12,9
Eigenkapitalrentabilität in % 28,6 23,8
Produktion in Tonnen 144.000 150.000

2. LAUFENDER GESCHÄFTSGANG 2006

ERGEBNISVERBESSERUNG IM GESAMTJAHR ZU ERWARTEN
Die Semperit-Gruppe setzt auch im heurigen Jahr unter wechselhaften Rahmenbedingungen ihren Wachstumskurs fort. Die externen und von uns nicht beeinflussbaren Wettbewerbsfaktoren wie Währungsverschiebungen und weiter rapid steigende Preise von Kautschuk und anderen Rohstoffen bedeuteten jedoch für unser Kostenmanagement eine zusätzliche Herausforderung.

Dank der günstigen Wettbewerbsposition konnte jedoch Semperit seine Position im Spitzenfeld der internationalen Kautschukindustrie weiter festigen. Wie dem heute veröffentlichten Quartalsbericht zu entnehmen ist, stieg der Umsatz im 1. Quartal 2006 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 13,5 % auf 141,6 Mio. €. Das Konzernergebnis verbesserte sich um rund 3,2 % auf 8,4 Mio. €, das Ergebnis vor Steuern (EGT) verringerte sich um 11,0 % auf 11,1 Mio. €. Für das Gesamtjahr 2006 wird neuerlich eine weitere Ergebnisverbesserung erwartet.

SEMPERIT AUF EINEN BLICK 

1-3/03 1-3/04 1-3/05 1-3/06 Diff. 06/05
Umsatz in Mio. € 115,0 118,6 124,8 141,6 + 13,5 %
EGT in Mio. € 10,5 11,6 12,5 11,1 - 11,0 %
Konzernergebnis in Mio. € 5,8 6,6 8,2 8,4 + 3,2 %
Beschäftigtenstand 31.3. 5.818 5.679 5.935 6.639 + 11,9 %

Im größten Segment Sempermed (Umsatzanteil 38,0 %) waren die weltweiten Produktionskapazitäten im Berichtszeitraum voll ausgelastet. Der Handschuhproduktion im Stammwerk Wimpassing ermöglichten starke europäische Märkte, insbesondere im Segment der höherwertigen Operationshandschuhe ein dynamisches Absatz- und Umsatzwachstum. Bei den thailändischen Handschuhfabriken verursachte die kaum abschätzbare Entwicklung der Latexpreise eine merkliche Ertragsbeeinträchtigung. Der Rohstoffpreisanstieg und die neuerliche Abwertung des US-Dollars verhinderten trotz der eingeleiteten Kostensenkungsprogramme vorerst noch eine kurzfristige Ergebnisverbesserung.

Im Segment Semperflex (Umsatzanteil 27,1 %) setzte sich die erfreuliche Entwicklung unvermindert fort. Im Gegensatz zum Vorjahr wechselte jedoch das dominierende Nachfragewachstum vom Bereich Hydraulikschlauch zu den Industrieschläuchen, deren Verkauf in den meisten Märkten deutlich expandierte. Das Geschäft mit Elastomerplatten erfuhr im 1. Quartal eine moderate Ausweitung.

Die Produktionen in Wimpassing und in der tschechischen Schlauchfabrik Semperflex Optimit verzeichneten höhere Umsätze als im Vorjahr. Absatz und Umsatz des italienischen Schlauchproduzenten Roiter bewegten sich auf Vorjahresniveau. Die Umsatzsteigerung bei der in Thailand domizilierten Konzernfirma Semperflex Asia war von einer Minderung der Ertragskraft begleitet, die aus Umstellungen des Produktmix infolge einer geänderten Nachfragestruktur sowie der volatilen Währungssituation resultierte.

Das Segment Semperform (Umsatzanteil 16,8 %) überraschte im Berichtszeitraum mit einem erfreulich positiven Geschäftsverlauf. Träger dieser Entwicklung waren vor allem die Werke Wimpassing, Deggendorf und Sopron.

Bei der Semperit Technische Produkte GmbH (STP/Wimpassing) konnte die Rohstoffverteuerung weitgehend durch Preiserhöhungen kompensiert werden. Die Produktbereiche Seilbahnringe, Rohrbau und Waggonbau entwickelten sich überdurchschnittlich, der Absatz von Handläufen litt unter starkem Preisdruck. Im Segment Eisenbahnoberbau wurden zusätzliche Projektgeschäfte angebahnt, die im weiteren Jahresverlauf entsprechende Umsätze erwarten lassen.

Im Segment Sempertrans (Umsatzanteil 18,1 %) verzeichneten alle Standorte deutliche Absatz- und Umsatzausweitungen sowie eine weitere Ergebnisverbesserung. Den wesentlichsten Beitrag lieferte das dynamisch über Plan operierende polnische Werk Sempertrans Belchatow. Fertigungsseitig lag dort der Schwerpunkt bei der Nutzung der neuen Kapazitäten mit der 3,2 m breiten Presse, marktseitig beim Aufbau der Wachstumsmärkte Osteuropa, Asien und Australien. Der französische Förderbandhersteller S.F.B.T. erzielte eine deutliche Ausweitung von Absatz und Umsatz, die sich vor allem auf zusätzliche Aufträge aus Projektgeschäften stützte. Auch die indische Gesellschaft Sempertrans Nirlon expandierte zufriedenstellend.

Kontaktperson

Monika Riedel
Director Group Communications and Sustainability
T +43 1 79777-620