Aktuelle Presseinformation

Wien, am 25. November 2005

PRESSEINFORMATION NR. 5/2005

SEMPERIT BLEIBT IM 3. QUARTAL AUF WACHSTUMSKURS

UMSATZ- UND ERGEBNISANSTIEG TROTZ SCHWIERIGER BEDINGUNGEN

NEUERLICHE ERGEBNISSTEIGERUNG FÜR 2005 ZU ERWARTEN

Die Semperit-Industriegruppe hat in den ersten drei Quartalen 2005 den Wachstumskurs fortgesetzt. Wie aus dem soeben veröffentlichten Bericht zum 3. Quartal hervorgeht, erhöhte sich der Gruppenumsatz während der ersten neun Monate 2005 im Jahresvergleich um 5,4 % auf 384,6 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern (EGT) stieg um 0,6 % auf 40,3 Mio. €. Während das operative Betriebsergebnis (EBIT) in den ersten drei Quartalen mit 38,8 Mio. € um 2,9 % über dem Vorjahreswert lag, konnte das Finanzergebnis des Vorjahres nicht wiederholt werden.
Das Konzernergebnis lag per Ende September des Jahres mit 26,3 Mio. € um 9,4 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. 

SEMPERIT AUF EINEN BLICK

1-9 2001 1-9 2002 1-9 2003 1-9 2004 1-9 2005 Diff. 05/04
Umsatz in Mio. € 301,0 335,1 350,7 364,8 384,6 + 5,4 %
EGT vor Steuern in Mio. € 30,2 31,9 33,5 40,1 40,3 + 0,6 %
Beschäftigtenstand 30.9. 5.044 5.821 5.997 5.604 6.285 + 12,2 %

Die währungsbedingten Wettbewerbsnachteile blieben trotz der leichten Dollar-Erholung gegenüber dem Euro weiterhin bestehen. Wesentlich stärkere Auswirkungen zeigten allerdings im dritten Quartal des Geschäftsjahres die massiv gestiegenen Einkaufspreise von Naturkautschuk und Latex. Ebenso verteuerten sich insbesondere die auf Rohölbasis hergestellten Rohstoffe und die Energiekosten deutlich.

Diese massiven Kostensteigerungen spiegelten sich in der auf über 52 % gestiegenen Materialtangente im dritten Quartal des Jahres wider (Vorjahr: 48,5 %). Eine Überwälzung des scharfen Kostenauftriebs auf die Verkaufspreise war aufgrund längerfristiger vertraglicher Preisbindungen und des anhaltend intensiven Preiswettbewerbes nur teilweise und zeitverzögert möglich. In allen Konzerngesellschaften wurde daher weiter konsequent an Verbesserungen der Produktivität, Effizienzsteigerungen der Produktionsverfahren und Einsparungen im Materialverbrauch gearbeitet, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte sicherzustellen.

Erhebliche Investitionen an unseren Produktionsstandorten in Europa und Asien sowohl zur Modernisierung der Anlagen als auch für beträchtliche Kapazitätserweiterungen werden ein weiteres Wachstum ermöglichen.

Sempermed gut ausgelastet

Im Segment Sempermed waren die Kapazitäten bei anhaltend guter Auftragslage weltweit ausgelastet, wobei besonders das Geschäft mit Untersuchungshandschuhen expandierte. Die Operationshandschuhe aus der österreichischen Produktion im Stammwerk Wimpassing waren aufgrund der währungsbedingt angespannten Konkurrenzsituation infolge der nach Europa drängenden Konkurrenzprodukte aus dem Dollarraum mit einem weiterhin schwierigen Marktumfeld konfrontiert.

Die thailändischen Handschuhfabriken von Siam Sempermed produzierten von Jahresbeginn weg an den Kapazitätsgrenzen. In der im Bau befindlichen weiteren Handschuhfabrik zur Erweiterung der Kapazitäten gingen im September die ersten Tauchlinien in Betrieb. Die chinesische Produktion Shanghai Foremost konnte den Absatz der Vinylhandschuhe zufriedenstellend steigern.

Konjunktur für Hydraulikschläuche dominiert Semperflex

Im Segment Semperflex waren die Produktionskapazitäten für Hydraulikschläuche an allen Standorten zur Gänze ausgelastet. Die in Wimpassing gefertigten Elastomerplatten sahen sich in Europa einem starken Konkurrenzdruck aus Asien ausgesetzt, konnten aber dennoch regional Marktanteile gewinnen.

Am Standort Wimpassing waren von Jahresanfang weg vor allem bei Hydraulik- und Spiralschläuchen starke Mengen- und Umsatzausweitungen unter Ausschöpfung aller Kapazitäten möglich. Die tschechische Schlauchfabrik Semperflex Optimit verstetigte ihre Produktionsdynamik bei gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres deutlich erweiterten Kapazitäten. Bei Semperflex Asia in Thailand wurde die Kapazitätserweiterung auf 20 Millionen Meter Hydraulikschlauch abgeschlossen und die erste Spiralschlauch-Fertigungsmaschine in Betrieb genommen, die Schläuche für Druck und Beanspruchung der höchsten Kategorie herstellt.

Semperform mit unterschiedlicher Entwicklung

Das Segment Semperform wies im Berichtszeitraum insgesamt ein leichtes Absatz- und Umsatzwachstum aus. Vor allem am Standort Wimpassing zeigten sich aber segmentspezifisch erhebliche Unterschiede. Überdurchschnittlich entwickelten sich sowohl das Segment Seilbahnringe als auch die Bereiche Eisenbahnoberbau, Waggonbau, Membranen und Rohrdichtungen. Das Segment Moos- und Schwammgummi hingegen wurde durch asiatische und südosteuropäische Konkurrenz beeinträchtigt. Das Neugeschäft mit Handläufen in Europa war durch die zunehmende Konzentration der Rolltreppenhersteller in China benachteiligt; das Ersatzgeschäft konnte durch konsequente Marktbearbeitung dagegen ausgeweitet werden. In Shanghai wurde die Verlegung der Handlauffertigung zum neuen Semperflex-Areal vorbereitet, mit der eine Modernisierung und Kapazitätsaufstockung verbunden sein wird.

Die Kapazitätserweiterung im deutschen Gummiwerk Deggendorf sowie eine aggressive Preispolitik führten zu einer deutlichen Absatzsteigerung und der Wiedergewinnung von Marktanteilen. Bei Semperform Ungarn hielt die schwierige Situation an.

Sempertrans wächst am stärksten

Das Segment Sempertrans präsentierte sich im Berichtszeitraum bei voll ausgelasteten Kapazitäten an allen Standorten mit der größten Wachstumsdynamik im Konzern. Die polnische Förderbandfabrik Sempertrans Belchatow bestätigte ihre dominierende Position und konnte in fast allen Märkten und Segmenten signifikante Zugewinne realisieren. Seit Anfang September ist eine neue Pressenlinie in Betrieb. Mit dieser Vulkanisationspresse können erstmals Breiten bis zu 3,2 Meter produziert werden. Darüber hinaus erbrachte das konsequente Kostenmanagement eine überproportionale Ergebnissteigerung.

Die Entwicklung der französischen Produktionstochtergesellschaft Sempertrans France Belting Technology (S.F.B.T.) ist nach wie vor unbefriedigend. Weitere einschneidende Restrukturierungsmaßnahmen werden erst sukzessive zum Tragen kommen. Bei Sempertrans Nirlon wurde nach längerem Streik im November des Jahres die Arbeit wieder aufgenommen.

Ausblick 2005: Fortsetzung des Wachstumskurses erwartet

Trotz des insgesamt für die Semperit-Gruppe schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes zeichnet sich für das Gesamtjahr 2005 eine weitere Steigerung von Absatz und Umsatz ab. Der Vorstand erwartet bei einer Ergebnisentwicklung vor Steuern auf Niveau des Vorjahres abermals eine neuerliche Verbesserung des Konzernergebnisses. Die Ertragslage wird allerdings in erheblichem Ausmaß von der weiteren kurzfristigen Entwicklung der Rohstoffkosten sowie der Möglichkeit, diese auf die Verkaufspreise weiter zu rechnen, beeinflusst. Steigende Einkaufspreise, insbesondere für Materialien auf Erdölbasis sowie für Naturkautschuke und Latex wie auch die hoch volatilen Währungsrelationen insbesondere im Verhältnis USD/EUR können die Erwartungen beeinträchtigen.

 

Der Quartalsbericht ist ab sofort auf der Semperit-Homepage unter www.semperit.at ersichtlich.
Interessenten können ihn auch unter folgender Adresse anfordern: Semperit AG Holding, Modecenterstraße 22, 1031 Wien.
Tel.: ++43 1 79777 214. e-mail: sabina.strassnig@semperitgroup.com 

Kontaktperson

Monika Riedel
Director Group Communications and Sustainability
T +43 1 79777-620