PRESSEINFORMATION NR. 5/2004

SEMPERIT BESTÄTIGT IM 3. QUARTAL DEN WACHSTUMSKURS ERTRAGSSTEIGERUNG ÜBERTRIFFT ERWARTUNGEN NEUES REKORDERGEBNIS FÜR DAS GESAMTJAHR 2004 ERWARTET

 In den ersten drei Quartalen 2004 vermittelte die Geschäftsentwicklung der Industriegruppe der Semperit AG Holding ein zufriedenstellendes Gesamtbild. Es war gekennzeichnet von einem kontinuierlichen Absatzwachstum sowie einer über den Erwartungen liegenden Gewinnsteigerung.

Der Gruppenumsatz erhöhte sich in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um rd. 4 % auf 364,8 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Steuern (EGT) erreichte mit einer überproportionalen Steigerung um rd. 20 % auf 40,1 Mio. EUR gleichfalls ein Rekordniveau.

Erfreulicherweise zeigte der dynamische Wachstumskurs der gesamten Semperit-Gruppe auch im 3. Quartal eine stabile Fortsetzung. Der Quartalsumsatz erhöhte sich im Jahresvergleich um rd. 4 % auf 120,1 Mio. EUR, das EGT um rd. 25 % auf 13,0 Mio. EUR.

SEMPERIT AUF EINEN BLICK (in Mio. €)

1-9/00 1-9/01 1-9/02 1-9/03 1-9/04 Diff. 04/03
Umsatz 273,5 301,0 335,1 350,7 364,8 + 4,0 %
Ergebnis vor Steuern (EGT) 28,2 30,2 31,9 33,5 40,1 +19,7 %
Beschäftigtenstand
zum 30.9.
5.351 5.044 5.821 5.997 5.604 -6,6 %

 

Dabei zeigten alle Konzernunternehmen unter den hohen Belastungen durch externe Einflüsse ihre fundierte Stärke und konnten die schwierigen Rahmenbedingungen teilweise sogar in eigene Wettbewerbsvorteile umsetzen.

Die stark gestiegenen Rohölpreise schlugen nicht nur auf die Energiepreise, sondern auch auf viele unserer Basismaterialien durch. Die Einkaufspreise für Natur- und Synthesekautschuk sowie zahlreiche andere Rohstoffe verharrten weiterhin auf hohem Niveau. Hinzu kam, dass die anhaltende Schwäche des US-Dollars auf den Weltmärkten Wettbewerbsverzerrungen bewirkte, von denen einige Semperit-Firmen empfindlich betroffen waren.

Diese erhöhten Kostenfaktoren konnten wegen des weiterhin scharfen Preiswettbewerbes infolge nach wie vor bestehender Überkapazitäten nur unzureichend an die Kunden weiter gegeben werden.

Die daraus resultierende außergewöhnliche Herausforderung wurde aber in der gesamten Semperit-Gruppe erfolgreich bewältigt. Die in all unseren Konzernbetrieben konsequent verfolgten Verbesserungen der Produktionsverfahren, die anhaltende Produktivitätssteigerung und Einsparungen im Materialverbrauch führten zu einer gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit vieler unserer Produkte.

 

SEMPERMED VERSTÄRKT VERTRAGSORIENTIERT

Die Produktionen von medizinischen Handschuhen des Segments Sempermed arbeiteten weitgehend an ihren Kapazitätsgrenzen. Die Absatzpolitik war daher insbesondere in den USA als dem weltgrößten Absatzmarkt daran orientiert, die Produkte vor allem aus den thailändischen Fabrikationen selektiv mit bestmöglichen Ergebnissen zu verkaufen, wobei auch gezielt Verkaufsrückgänge in Kauf genommen wurden.

Während die beiden thailändischen Werke von Siam Sempermed mit den Untersuchungshandschuhen auf Kautschuk-Basis zufriedenstellende Ergebnisse erzielten, blieb die chinesische Konzerntochter Shanghai Foremost im Segment der Vinyl-Handschuhe hinter den Erwartungen zurück.

Am europäischen Markt bedingten die Wettbewerbsverzerrungen infolge der Dollar-Schwäche eine Umsatzstagnation auf Vorjahresniveau.

 

SEMPERFLEX STIESS AN KAPAZITÄTSGRENZEN

Im Segment Semperflex beeindruckten vor allem die Fertigungen von Hydraulikschläuchen mit zweistelligen Zuwachsraten. In der tschechischen Schlauchfabrik Semperflex Optimit mussten daher sämtliche Kapazitätsreserven zur Gänze ausgeschöpft werden, um alle Aufträge erfüllen zu können. Erstmals brachte Semperflex Optimit dadurch in den ersten drei Quartalen mehr als 10 Millionen Meter Hydraulikschlauch auf den Markt.

Da das Expansionstempo im Industrieschlauch-Segment nur geringfügig langsamer war, lieferten die Produktionseinheiten im österreichischen Stammwerk Wimpassing in beiden Schlauchsegmenten auf höchstem Auslastungsniveau. Das Segment Elastomerplatten konnte in Europa ihre Marktposition gegen die preisaggressive Konkurrenz aus Niedriglohnländern nicht nur behaupten, sondern im Hauptmarkt Deutschland sogar ausbauen.

Der thailändischen Schlauchfabrik Semperflex Asia verschaffte die lebhafte Nachfrage aus Europa und den USA eine Vollauslastung. Die italienische Fabrik Semperflex Roiter setzte die nachhaltige Trendumkehr am italienischen Markt fort.

 

SEMPERFORM EXPANDIERT WEITER

Das Segment Semperform erfüllte die optimistischen Wachstumsprognosen.

Äußerst zufriedenstellend verlief das Absatz- und Umsatzwachstum im Werk Wimpassing. Dafür sorgten vor allem die Sparten Eisenbahnoberbau, Seilbahnringe, Rohrschellenprofile, Filtermembrane und der Ersatzteilmarkt für Handläufe.

Das Semperit Gummiwerk Deggendorf registrierte vor allem infolge neuerlicher Schrumpfungstendenzen im deutschen Bausektor nach einem stark verbesserten ersten Halbjahr im Berichtszeitraum eine Wachstumsverlangsamung. Semperform Ungarn entwickelte sich plankonform.

Die Shanghai Semperit Rubber & Plastic konnte die markante Geschäftsausweitung bei Rolltreppenhandläufen im 3. Quartal fortsetzen und die zusätzlich installierten Kapazitäten voll auslasten.

 

WACHSTUMSSCHUB BEI SEMPERTRANS DURCH TEXTILBÄNDER

Im Segment Sempertrans hielt die Tendenz zur Verlagerung der Geschäftsschwerpunkte zu den Werken in Polen und Indien an. Bei komfortabler Auftragslage sorgten allerdings wegen des hohen Materialkostenanteiles bei Förderbändern die massiv gestiegenen Rohstoffpreise für eine Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung.

Der polnische Förderbandhersteller Sempertrans Belchatow registrierte im Bereich der Textilgurte ein überproportionales Wachstum. Die französische Gesellschaft SFBT musste dagegen vor allem im Segment der Metallbänder Einbußen hinnehmen.

Die im Jahr 2000 zugekaufte indische Gesellschaft Sempertrans Nirlon hat die Sanierungsphase mit der Erreichung der Gewinnzone weitgehend abgeschlossen und präsentierte sich nunmehr erfolgreich und wettbewerbsstark.

 

AUSBLICK AUF REKORDERGEBNIS 2004

Bei weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen zeichnet sich für das Gesamtjahr 2004 eine Fortsetzung des bisherigen Wachstumskurses ab. Der Vorstand freut sich daher, den Aktionären zum vierzehnten Mal in Folge eine neuerliche Verbesserung von Konzernumsatz und -ergebnis auf ein neues Rekordniveau in Aussicht stellen zu können.

 

Wien, am 26. November 2004

Quartalsberichte hier downloaden

 

 

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Kontaktperson

Monika Riedel
Director Group Communications and Sustainability
T +43 1 79777-620