Erfolgreicher Start ins Geschäftsjahr 2016

19.05.2016 (Presseinformation)

  • Umsatz in Q1 2016 mit 219,5 Mio. EUR leicht gesteigert
  • EBITDA (+22,3%) und EBIT (+22,2%) deutlich erhöht
  • Gute Auftragslage trotz anhaltend schwierigem Marktumfeld

Die börsennotierte Semperit Gruppe verzeichnete im ersten Quartal 2016 in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Der Umsatz konnte trotz negativer Rohstoffpreiseffekte im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,9% auf 219,5 Mio. EUR (nach 217,5 Mio. EUR in Q1 2015) gesteigert werden. Das Konzern-EBITDA verbesserte Semperit um 22,3% auf 26,7 Mio. EUR (nach 21,8 Mio. EUR). Das EBIT wurde um 22,2% auf 18,6 Mio. EUR erhöht (nach 15,2 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge (12,2% nach 10,0%) und die EBIT-Marge (8,5% nach 7,0%) konnten dementsprechend gesteigert werden.

Beide Sektoren, Industrie und Medizin, trugen zu diesem Ergebniswachstum bei. Im Sektor Industrie konnten trotz einer schwachen Konjunktur weitere Absatz- und Profitabilitäts-steigerungen erzielt werden. Im Sektor Medizin zeigte die Fortsetzung der Struktur- und Prozessoptimierung positive Ergebniseffekte.

„Wir haben uns im ersten Quartal 2016 entgegen des schwachen Marktes gut entwickelt. Das ist die Folge einer kontinuierlichen Verbesserung unserer globalen Präsenz sowie des Kapazitätsausbaus in allen Segmenten. Selbst unsere zusätzlichen Kapazitäten sind dank unserer fokussierten Vertriebsstrategie gut ausgelastet, was sich entsprechend positiv auf unsere Profitabilität auswirkte“, zieht Vorstandsvorsitzender Thomas Fahnemann Zwischenbilanz.

Semperit verfügte zum Bilanzstichtag mit einer Eigenkapitalquote von 39,4% (31. Dezember 2015: 38,7%) über eine anhaltend solide Kapitalausstattung. Die liquiden Mittel beliefen sich zum 31.März 2016 auf 121,3 Mio. EUR, nach 126,4 Mio. EUR zum Jahresende 2015. Dazu Semperit-Finanzvorstand Johannes Schmidt-Schultes: „Sowohl mit unserer guten Eigenkapitalquote als auch mit unserem attraktiven Cash-Flow sind unsere künftigen Wachstumsaktivitäten finanziell gut abgesichert.“

Sektor Industrie: Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert

Der Sektor Industrie (Segmente Semperflex, Sempertrans und Semperform) entwickelte sich entgegen dem Markttrend sehr erfreulich.

Das Segment Semperflex konnte in einem rückläufigen Gesamtmarkt durch ausgezeichnete Produktions- und Vertriebsleistungen eine weiterhin hohe Profitabilität erzielen. Im Segment Sempertrans führte die weltweite Vertriebsoffensive zu Umsatz- und Ergebnissteigerungen in einem insgesamt stagnierenden Markt. Das Segment Semperform profitierte in einem schwierigen Marktumfeld von der erfolgreichen Integration des deutschen Profilherstellers Leeser sowie dem Gewinn von Marktanteilen im Handlauf-Geschäft.

Der Sektor-Umsatz stieg im ersten Quartal um 6,0% auf 133,6 Mio. EUR. Das EBITDA erhöhte sich um 13,7% auf 25,1 Mio. EUR.

Sektor Medizin: Verbesserte Profitabilität

Im Sektor Medizin (Segment Sempermed) führten die im Jahr 2015 gestarteten Prozessoptimierungen und Effizienzsteigerungen zu einer deutlichen Verbesserung der Profitabilität. Dem standen negative Preiseffekte durch niedrigere Rohstoffpreise sowie punktuell belastende Einflüsse aus der erschwerten Zusammenarbeit mit dem Joint Venture-Partner in Thailand entgegen.

Der Sektor-Umsatz ging aufgrund des hohen Preisdrucks und der Fokussierung auf margenstarke Kundenbeziehungen im ersten Quartal 2016 um 6,0% auf 85,9 Mio. EUR zurück. Das EBITDA verbesserte sich damit signifikant um 27,1% auf 6,1 Mio. EUR.

Zusammenfassend erwirtschaftete die Semperit Gruppe im ersten Quartal 2016 ein Ergebnis nach Steuern von 10,1 Mio. EUR (nach 12,6 Mio. EUR). Dieser Rückgang im Vergleich zur Vorjahresperiode resultierte vor allem aus negativen Fremdwährungseffekten sowie aus höheren Zinsaufwendungen.

Ausblick 2016

Semperit erwartet für 2016 im Vergleich zu 2015 keine wesentliche Veränderung der Marktbedingungen. Die generelle Nachfrageschwäche im Sektor Industrie des Jahres 2015 dürfte konjunkturbedingt auch 2016 weiter anhalten. Insbesondere ist in Osteuropa und Russland keine Erholung zu erwarten. Gerade auch in China zeigt die Industrie-Investitionskonjunktur ebenfalls keine Anzeichen einer Belebung. Die Nachfrage im nicht konjunktursensitiven Sektor Medizin wird sich dagegen stabil entwickeln – das Marktwachstum liegt zwischen 5% und 6%.

Semperit sieht das Jahr 2016 weiterhin mit einer gewissen Zuversicht und erwartet für das Gesamtjahr im Vergleich zu 2015 eine weitgehend stabile Entwicklung. Im Sektor Industrie kann Semperit für die nächsten Monate als Folge der intensiven Marketing- und Vertriebsaktivitäten auf eine anhaltend gute Auftragslage verweisen. Der Sektor Medizin wird im Jahr 2016 und darüber hinaus von der stufenweisen Inbetriebnahme neuer Produktionskapazitäten in Kamunting, Malaysia, profitieren.

Die Semperit Gruppe wird ihre Wachstumsstrategie auch 2016 konsequent fortsetzen. Schwerpunkte werden die Erschließung neuer Märkte im Sektor Industrie sowie die Erweiterung und Optimierung bestehender Produktionskapazitäten sein. Im Sektor Medizin liegt neben dem Ausbau der Handschuhfertigung in Malaysia der Schwerpunkt auf weiteren Produktionsoptimierungen, Effizienzsteigerungen und Marketing. Insgesamt sind für das Jahr 2016 Anlageninvestitionen (CAPEX) von rund 70 Mio. EUR vorgesehen.

Der Bericht über das erste Quartal 2016 ist ab sofort unter www.semperitgroup.com/ir verfügbar.

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Über Semperit

Die börsennotierte Semperit AG Holding ist eine international ausgerichtete Unternehmensgruppe, die in den Sektoren Medizin und Industrie hochspezialisierte Produkte aus Kautschuk entwickelt, produziert und in über 100 Länder weltweit vertreibt: Untersuchungs- und Operationshandschuhe, Hydraulik- und Industrieschläuche, Fördergurte, Rolltreppen-Handläufe, Bauprofile, Seilbahnringe und Produkte für den Eisenbahnoberbau. Die Zentrale des österreichischen Traditionsunternehmens, das seit 1824 besteht, befindet sich in Wien. Die Semperit Gruppe beschäftigt weltweit über 7.000 Mitarbeiter, davon knapp 4.100 in Asien und mehr als 800 in Österreich (Wien und Produktionsstandort Wimpassing, Niederösterreich). Zur Gruppe gehören weltweit 22 Produktionsstandorte sowie zahlreiche Vertriebsniederlassungen in Europa, Asien, Australien und Amerika. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte der Konzern einen Umsatz von 915 Mio. EUR sowie ein EBITDA von 96 Mio. EUR.


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