Vorwort des Vorstandes
Semperit Gruppe I Geschäftsbericht 2016
7
die angestrebte Beendigung fast aller
Joint Ventures mit unserem thailändi-
schen Partner spiegeln sich in unserem
Konzernabschluss für das Geschäftsjahr
2016 deutlich wider. Die positiven
Sondereffekte im Jahr 2017 werden
allerdings deutlich über den negativen
Sondereffekten des Jahres 2016 liegen.
Der Mittelzufluss im Zusammenhang mit
der erwarteten Joint Venture Transaktion
auf Cash-Basis wird voraussichtlich bei
rund 200 Mio. US-Dollar vor Steuern
liegen. Damit können wir unsere Kapital-
basis verstärken und die Investitionen für
das weitere Wachstum vorantreiben.
Die Erreichung unserer strategischen
Ziele steht dabei weiterhin an erster
Stelle unserer Tätigkeiten. Als globales
Unternehmen ist es unser Ziel, die
Chancen aus der internationalen Aus-
richtung unserer Gruppe zu nutzen
und flexibel auf regionale Marktent
wicklungen zu reagieren. Wir richten uns
weiterhin konsequent auf Qualität und
Spitzenleistung in allen Unternehmens-
bereichen aus. Wir wollen hauptsächlich
organisch wachsen und setzen daher
unser Investitionsprogramm fort. Für
das Jahr 2017 planen wir Investitionen
von rund 80-90 Mio. EUR, nach insge-
samt rund 300 Mio. EUR in den letzten
fünf Jahren. Im Fokus stehen dabei die
Erweiterung der Schlauchproduktion in
Odry (Tschechische Republik) und der
Fördergurtproduktion in Bełchatów
(Polen), der Ausbau der Profilherstellung
in Deutschland sowie der weitere
Kapazitätsausbau in Malaysia.
Wir haben im Jahr 2016 wichtige Weichen
für die Zukunft gestellt und möchten uns
daher bei allen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern für ihr großes Engagement
und ihre Leistungen in einem heraus
fordernden Umfeld bedanken. Ebenso
gilt unser Dank unseren Kunden und
Partnern sowie allen Aktionären und
Finanzierungspartnern für ihr Vertrauen
in unser Unternehmen.
Es ist uns gelungen, Semperit auch in
einem schwierigen Marktumfeld gut
zu positionieren. Die für unser Geschäft
wichtigen Megatrends Bevölkerungs-
wachstum, Urbanisierung und steigen-
der Rohstoff- bzw. Energiebedarf sind
ebenso wie wachsender globaler Wohl-
stand trotz aktueller politischer und
weltwirtschaftlicher Unsicherheiten
voll in Kraft und bilden die Basis für
unsere weiteren Wachstumsaktivitäten.
Kurzfristig sehen wir allerdings noch
keine unmittelbare Verbesserung der
allgemeinen Wirtschaftsentwicklung.
Hoffnung gibt jedoch, dass sich bereits
gegen Ende des Jahres 2016 erste
Anzeichen für eine Erholung der
Commodity-Märkte zeigten. Wir sind
daher vorsichtig optimistisch, dass
die konjunkturelle Talsohle in unseren
Absatzmärkten durchschritten ist. Wir
werden davon im Jahr 2017 jedoch
nur bedingt profitieren, da Rohstoff
preiserhöhungen nur zeitverzögert an
den Markt weitergeben werden können.
Darüber hinaus sind wir sehr gut aus-
gelastet, sodass Mengensteigerungen
erst nach der Fertigstellung weiterer
Kapazitätsausbauten möglich sind.
Wir sehen dies als Beleg und Ansporn
dafür, unser Investitionsprogramm
mit voller Kraft fortzusetzen. Denn
mit unserer Strategie befinden wir
uns auf dem richtigen Weg, um Wachs-
tumschancen bestmöglich zu nutzen.
Wien, am 9. März 2017
Frank Gumbinger
Vorstand Finanzen
Michele Melchiorre
Vorstand Technik




