Semperit setzt Turnaround im 1. Quartal 2019 weiter erfolgreich um und verbessert Rentabilität

28.05.2019 (Presseinformation)

  • EBITDA stieg um 4,6% auf 16,5 Mio. EUR, die EBITDA-Marge von 7,1% auf 7,7%
  • EBIT erhöhte sich erneut deutlich um 30,8% auf 7,8 Mio. EUR, die EBIT-Marge von 2,7% auf 3,7%
  • Positives Nettoergebnis von 3,2 Mio. EUR
  • Konzernumsatzrückgang von 3,6% auf 212,9 Mio. EUR
  • Sektor Industrie konnte Umsatz leicht um 0,4% auf 141,4 Mio. EUR steigern; Umsatzrückgang von 10,7% im Sektor Medizin

Die börsennotierte Semperit Gruppe konnte ihr Nettoergebnis im ersten Quartal 2019 bei steigender Rentabilität auf EBITDA und EBIT-Ebene deutlich verbessern und ins Positive drehen, während der Umsatz leicht zurückging. „Wir haben unsere Profitabilität nun im fünften aufeinanderfolgenden Quartal erhöht und sind mit dem Beginn des Geschäftsjahres 2019 sehr zufrieden – insbesondere im Hinblick auf den Sektor Industrie“, betont Dr. Martin Füllenbach, Vorsitzender des Vorstands der Semperit AG Holding. „Unsere strikte und unnachgiebige Fokussierung auf Kosten- und Prozessoptimierung, Qualitätsverbesserung und Komplexitätsreduktion hat sich in entsprechende Profitabilitätssteigerungen übersetzt und deutlich zur Ergebnisverbesserung beigetragen. Mit der konsequenten Fortsetzung unseres Transformationsprozesses sind wir dem Ziel einer 10% EBITDA-Marge ab 2021 deutlich nähergekommen.“

Die Verbesserung der Profitabilität gelang in einem Umfeld, das immer wieder von makroökonomischen und globalpolitischen Unsicherheiten geprägt ist. Die Rohstoffmärkte haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht entspannt, obwohl bei einigen der von Semperit benötigten Rohstoffe weiterhin verstärkter Wettbewerb zu beobachten ist.

Der Konzernumsatz verringerte sich im ersten Quartal 2019 um 3,6% auf 212,9 Mio. EUR, wobei der Sektor Industrie eine leichte Umsatzsteigerung auf 141,4 Mio. EUR erzielte, dem jedoch ein Umsatzrückgang im Sektor Medizin von 10,7% gegenüberstand. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) stieg von 15,8 Mio. EUR im ersten Quartal 2018 auf 16,5 Mio. EUR im ersten Quartal 2019 und die EBITDA-Marge von 7,1% auf 7,7%.

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Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) verbesserte sich von 6,0 Mio. EUR im ersten Quartal 2018 auf 7,8 Mio. EUR im ersten Quartal 2019. Die EBIT-Marge stieg von 2,7% auf 3,7%. In Summe ergab sich ein Ergebnis nach Steuern für das erste Quartal 2019 von +3,2 Mio. EUR nach –2,6 Mio. EUR im ersten Quartal 2018. Das Ergebnis je Aktie betrug +0,16 EUR im ersten Quartal 2019 nach –0,14 EUR im ersten Quartal 2018.

Die zahlungswirksamen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen im ersten Quartal 2019 bei 16,2 Mio. EUR und damit deutlich unter dem Vorjahresniveau von 24,5 Mio. EUR im ersten Quartal 2018. Hierbei handelte es sich überwiegend um Erhaltungsinvestitionen.

Mit einer Eigenkapitalquote von 41,3% (Jahresende 2018: 42,9%) verfügte Semperit zum Bilanzstichtag weiterhin über eine solide Kapitalausstattung. Die liquiden Mittel lagen per 31. März 2019 bei 140 Mio. EUR und damit über dem Niveau per Jahresende 2018 mit 122 Mio. EUR. Gleichzeitig konnte in diesem Zeitraum die Nettoverschuldung um 17 Mio. EUR auf 96 Mio. EUR gesenkt werden.

SEKTOR INDUSTRIE: STARKER ANSTIEG DER PROFITABILITÄT

Der Sektor Industrie (Segmente Semperflex, Sempertrans und Semperform) entwickelte sich auf der Umsatzseite differenziert: Semperflex und Semperform konnten den Umsatz steigern, bei Sempertrans war ein Rückgang zu verzeichnen. In Summe stieg der Umsatz des Sektors von 140,9 Mio. EUR um 0,4% auf 141,4 Mio. EUR. Die Profitabilität im Sektor Industrie ist dank der positiven Entwicklung der Segmente in Summe deutlich gestiegen. Das EBITDA verbesserte sich um 30,7% auf 24,5 Mio. EUR, das EBIT um 40,6% auf 18,4 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 13,3% auf 17,3%, die EBIT-Marge von 9,3% auf 13,0%. Dazu beigetragen haben vor allem die Maßnahmen und Initiativen aus dem Transformationsprogramm.

SEKTOR MEDIZIN: RÜCKGANG DER ABGESETZTEN MENGEN

Die Entwicklung des Segments Sempermed war durch starken Wettbewerbs- und Preisdruck, vor allem in Nordamerika, gekennzeichnet. Die Reduktion des Verkaufs von Handschuhen aus Natur-Latex führte in Summe zu einer rückläufigen Absatz- und Umsatzentwicklung. Dies resultierte in einen Umsatzrückgang von 10,7% auf 71,5 Mio. EUR im ersten Quartal 2019. Das EBITDA lag im ersten Quartal 2019 bei –0,9 Mio. EUR nach 1,4 Mio. EUR im ersten Quartal 2018. Das EBIT betrug –2,8 Mio. EUR nach –2,2 Mio. EUR im ersten Quartal 2018. Die im Zuge des Restrukturierungs- und Transformationsprozesses eingeleiteten Maßnahmen zeigen positive Auswirkungen.

AUSBLICK 2019

Der Semperit-Vorstand führt den eingeschlagenen Transformationsprozess mit aller Konsequenz weiter. Fortlaufende und potenziell neue Maßnahmen zur Erhöhung der Rentabilität stehen unverändert ganz oben auf der Agenda des Vorstands.

Der Fokus der Restrukturierungsmaßnahmen liegt klar auf dem Segment Sempermed, an dessen Turnaround weiterhin intensiv gearbeitet wird. Im Sektor Industrie sind die Fortschritte klar erkennbar. Laufende und weiterführende Initiative werden systematisch umgesetzt. Semperit fokussiert sich insbesondere im Sektor Industrie zunächst auf organisches Wachstum und wird sich im Laufe des Jahres auch sukzessive mit anorganischen Wachstumsüberlegungen beschäftigen.

Da Semperit derzeit über ausreichende Kapazitäten in der Produktion und im Mischbetrieb verfügt, sind für das Jahr 2019 Investitionsausgaben (CAPEX, inkl. Instandhaltung) von nur mehr rund 40 Mio. EUR geplant. Damit soll auch dem Ziel eines ausgeglichenen beziehungsweise positiven Free Cashflows im Geschäftsjahr 2019 nähergekommen werden. Eine erhöhte Finanzdisziplin wird durch schrittweise Kostenoptimierung und die Verringerung der Nettoverschuldung durchgesetzt, wobei unser Fokus auf Value Management und der Optimierung des Working Capital liegt, wobei der Free Cashflow eine wichtige Steuerungsgröße in unserer Finanzplanung darstellt.

Seit dem Start des Restrukturierungs- und Transformationsprozesses hat der Vorstand signifikante Potenziale zur Ergebnisverbesserung identifiziert und entsprechende Umsetzungsmaßnahmen in die Wege geleitet. Der Abschluss der Transformation der Semperit Gruppe ist für Ende 2020 geplant. Ab diesem Zeitpunkt soll die Semperit Gruppe als zentrale Steuerungsgröße eine EBITDA-Marge von rund 10% (Run Rate 2021) erzielen.

Für Rückfragen:

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Über Semperit
Die börsennotierte Semperit AG Holding ist eine international ausgerichtete Unternehmensgruppe, die in den Sektoren Medizin und Industrie hochspezialisierte Produkte aus Kautschuk entwickelt, produziert und in über 100 Länder weltweit vertreibt: Untersuchungs- und Operationshandschuhe, Hydraulik- und Industrieschläuche, Fördergurte, Rolltreppen-Handläufe, Bauprofile, Seilbahnringe und Produkte für den Eisenbahnoberbau. Die Zentrale des österreichischen Traditionsunternehmens, das seit 1824 besteht, befindet sich in Wien. Die Semperit Gruppe beschäftigt weltweit rund 6.800 Mitarbeiter, davon rund 3.500 in Asien und rund 900 in Österreich (Wien und Produktionsstandort Wimpassing, Niederösterreich). Zur Gruppe gehören weltweit 14 Produktionsstandorte sowie zahlreiche Vertriebsniederlassungen in Europa, Asien, Australien und Amerika. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte der Konzern einen Umsatz von 878,5 Mio. EUR sowie ein bereinigtes EBITDA (ohne Sondereffekte) von 50,3 Mio. EUR.


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